08.02.2016

SmartBodySynergy – Elektromobilität erzwingt ein Umdenken im Rohbau

Der Rohbau der Zukunft wird aufgrund der zunehmenden Varianz, die nicht zuletzt durch E-Fahrzeuge noch gesteigert wird, nicht mehr in einer starr verketteten Linie stattfinden können. Ein Paradigmenwechsel ist unausweichlich, da die Varianz stark differierende Arbeitsinhalte im Rohbau mit sich führt. Eine Fließbandfertigung ist aber nur dann wirtschaftlich, wenn einheitliche Takte genutzt werden, wenn also an allen Stationen in der gleichen Zeit alle Arbeiten erledigt werden können.
Im Rahmen des Vorhabens SmartBodySynergy werden flexible Fertigungszellen konzipiert und exemplarisch virtuell in Betrieb genommen. Um die Zukunftsfähigkeit des Konzepts sicherzustellen muss eine Planungs- und Steuerungskomponente entstehen, die die Ansätze beispielsweise bei unterschiedlicher Varianz (Mengen und Verteilungen) validieren lässt. Zudem muss ein Logistikkonzept erarbeitet werden, welches weit über die bisher existierenden Ansätze von Just-in-Time oder Just-in-Sequence hinausgeht: Durch die Variabilität der Durchläufe einzelner Rohbaukomponenten ergibt sich ein zusätzlicher Freiheitsgrad – der Ort. Somit müssen die bereits existierenden und bewährten Logistikkonzepte zur internen Anlieferung zu Just-in-Place erweitert werden.

Partner im Konsortium sind neben flexis die Daimler AG, FFT Produktionssysteme GmbH & Co. KG, J. Schmalz GmbH, ISRA Vision AG und das wbk Institut für Produktionstechnik am Karlsruher Institut für Technologie sowie die Brandenburgisch Technische Universität Cottbus-Senftenberg. Das Vorhaben dient zur Umsetzung des Nationalen Entwicklungsplans Elektromobilität im Rahmen des Förderprogramms "ELEKTROmobilität: Positionierung der neuen Wertschöpfungskette (ELEKTRO POWER)".

Betreut durch den Projektträger im DLR